Infotext:
Die Scharlachpest
Der Greis Granser berichtet einer Gruppe junger Wildlinge in einer postapokalyptischen Welt, wie vor 60 Jahren – im Jahr 2013 – fast die gesamte Menschheit einer Pandemie zum Opfer fiel. Jack Londons Erzählung, geschrieben im Jahr 1910, wurde von seinen Erlebnissen beim großen Erdbeben von San Francisco 1906 beeinflusst. Als Reporter berichtete er damals von zahllosen Obdachlosen, schweren Bränden und Rauchwolken über der Stadt. Die Einmaligkeit seiner Erzählung liegt darin, dass er erstmals beschreibt wie sich die Welt verändert, wenn sie von einer globalen Seuche betroffen ist.
Der Feind der ganzen Welt
Emil Gluck, ein brillanter Wissenschaftler und Professor, wird nach einer unglücklichen Kindheit und zahlreichen Ungerechtigkeiten zum gefährlichen Anarchisten, der verheerende Zerstörungen und weltweiten Schrecken verbreitet. Er nutzt seine Entdeckung, elektrische Entladungen präzise zu steuern, um Rache an der Menschheit zu nehmen, was ihn zum Erzfeind der Welt macht. Letztendlich wird er von Silas Bannerman gefasst und hingerichtet, wobei sein gefährliches Geheimnis mit ihm stirbt.
Die Lieblinge des Midas
Wade Atsheler, ein erfolgreicher Geschäftsmann und Alleinerbe eines Millionärs, nimmt sich das Leben, nachdem er von der geheimen Organisation „Die Lieblinge des Midas“ erpresst wurde, die ihn und seinen verstorbenen Mentor Eben Hale durch eine Serie unaufgeklärter Morde in Angst und Schrecken versetzt. Diese Gruppe fordert zwanzig Millionen Dollar und ermordet unschuldige Menschen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, was Atsheler und Hale in unerträgliche moralische und psychologische Konflikte führen. Schließlich, angesichts der Aussicht auf endloses Blutvergießen, entscheidet sich Atsheler für den Freitod, hinterlässt jedoch eine dringliche Warnung an die Öffentlichkeit, um gegen diese Bedrohung vorzugehen.
Der Schatten und das Funkeln
Die Science-Fiction-Kurzgeschichte erzählt von zwei erbitterten Jugendrivalen, die völlig unterschiedliche Wege zur Unsichtbarkeit erforschen und dabei in den Tod getrieben werden.
Der Rote
Die Erzählung „Der Rote“ schildert die Erlebnisse von Bassett, einem kranken Entdecker, der in einem abgelegenen Dschungel ein mysteriöses, gewaltiges Geräusch vernimmt, das wie das Trompeten des Jüngsten Gerichts klingt. Bassett macht sich auf, die Quelle des Geräusches zu finden und begegnet dabei gefährlichen Buschleuten, die von einem geheimnisvollen Wesen namens „Der Rote“ und seinem mächtigen Klang verehrt werden. Schließlich entdeckt er, dass der Rote ein riesiges, fremdartiges Metallobjekt ist, dessen Herkunft und Zweck ein tiefes Rätsel bleiben, bevor er, am Ende seiner Kräfte, in einem letzten Akt der Neugier stirbt.
Der Sprecher:
Holger Eberle, geboren 1972 in Baden-Baden, fand eher auf Umwegen zum Sprechen. Bereits während seiner Schulzeit stand er zwar regelmäßig auf der Theaterbühne, verfolgte diese Richtung jedoch nie ernsthaft weiter. Erste Erfahrungen als Sprecher sammelte er dann während eines Studiums an der PH Karlsruhe in den 2010er Jahren. Erst 2025, nach diversen Tätigkeiten im sozialen Bereich, erfolgte der Schritt vor das Mikrofon. Sein besonderes Interesse gilt literarischen Werken mit feinem Humor, skurrilen Figuren und psychologischem Tiefgang. Für die hoerbuchedition words and music hat er bereits Werke von Luigi Pirandello, Ödön von Horváth und Walter Serner interpretiert.
Der Autor:
Jack London (* 12. Januar 1876 in San Francisco, Kalifornien als John Griffith Chaney; † 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist und Fotograf. Er erlangte vor allem durch seine später auch mehrfach verfilmten Abenteuerromane Ruf der Wildnis, Wolfsblut und Der Seewolf sowie den autobiographisch beeinflussten Entwicklungsroman Martin Eden Bekanntheit. Diese Werke geben gleichzeitig eine Übersicht über die geographischen Räume, die er kannte: den arktischen Norden Nordamerikas (Klondike) zur Zeit des Goldrausches, Kalifornien und den Pazifik bzw. die Seefahrt auf diesem Ozean. Als erfolgreicher Schriftsteller bekannte London sich in seinen politischen Essays, geprägt durch harte Erfahrungen in der Kindheit, häufig zu den unteren Schichten der Gesellschaft und offen zum Sozialismus, wenn auch sehr eigener Prägung. Als Journalist berichtete er von Lebensumständen und Krisen, die er in insgesamt 12.000 Aufnahmen auch fotografisch festhielt. Bis kurz vor seinem Tod war er Mitglied der Socialist Party der Vereinigten Staaten und bewarb sich 1901 für diese erfolglos um das Amt des Bürgermeisters von Oakland. Sein literarisches Werk wurde international erfolgreich und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zu seinen Lebzeiten war London der erfolgreichste Autor der Welt. (Wikipedia)







