Infotext:
Vor dem Ersten Weltkrieg und dem anschließenden Zerfall der Habsburger Monarchie kam es in Österreich zu einer bedeutenden Blütezeit in der Philosophie, Malerei, Architektur, Musik und Literatur. Diese Epoche wird auf den Zeitrahmen von ca. 1880 bis 1925 datiert und beinhaltete viele verschiedene Strömungen, wie beispielsweise den Impressionismus, die Dekadenz und die Neuromantik. Abseits von Schnitzler und Hofmannsthal prägten auch Schriftsteller wie Stefan Zweig diese Epoche mit ihren Werken. Diese hier versammelten Werke repräsentieren nur einige wenige der bedeutendsten Texte dieser Zeit, aber sie zeigen sehr genau die ganze Bandbreite und Tiefe der Literatur der österreichischen Moderne.
Coverabbildung unter Verwendung eines Werbeplakats (Ausschnitt) von Roger Broders: Marseille, Porte de l´Afrique, 1925, Kunstdruck. Coverschrift gesetzt aus der Reem Kufi. Die Wortaufnahme der „Schachnovelle“ ist eine Eigenproduktion des Sprechers. Schlussmusik: Claude Debussy: Préludes, Book 2 – II. ‚Feuilles mortes ‚. Pianist: Ivan Ilic. Quelle: Musopen.org.
Der Autor:
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und wählte am 23. Februar 1942 in Brasilien den Freitod. Er kam aus großbürgerlich-jüdischer Familie, studierte in Wien und Berlin Philosophie, Germanistik und Romanistik. 1904 promovierte er zum Dr. phil. Nach der Promotion bereiste er Europa, Amerika, Afrika und Indien. Während des 1. Weltkriegs war er zuerst propagandistisch im Wiener Kriegsarchiv, dann in offiziösen Missionen in der Schweiz tätig. Er engagierte sich zusammen mit Romain Rolland für den Frieden. Nach Kriegsende lebte er bis 1933 mit seiner Frau Friderike in Salzburg. Von ihr löste er sich im Zug einer Übersiedlung nach England, 1941 zog er weiter nach Brasilien, nach Petrópolis im Bundesstaat Rio de Janeiro. Unter Depression leidend, nahm er sich dort gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte das Leben. (Quelle: Gutenberg.de)







