Verhängnisvolle Begegnungen: Die besten Novellen von Stefan Zweig

Titel: Verhängnisvolle Begegnungen: Die besten Novellen von Stefan Zweig
Autor: Stefan Zweig
Produkttyp: Ungekürztes Hörbuch
Erschienen: 2026
Format: mp3, 128 kbit/s
Gelesen von: Clemens Weichard, Stefan Wilde und Martin Umbach
Spieldauer: 9 Std. und 50 Min.
Download: 34 Tracks

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Thalia

Inhaltsangabe

„Verwirrung der Gefühle“ erschien zuerst im Jahr 1927. Der Student Roland ist begeistert von seinem neuen Professor und lässt sich von dessen Enthusiasmus für das elisabethanische Theater anstecken. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Beziehung, die jedoch immer wieder von Kälte und Distanz durchbrochen wird. Aus Verzweiflung beginnt Roland eine Affäre mit der Frau des Professors und erfährt schließlich dessen Geheimnis …

In der beispielhaften Novelle aus dem Jahr 1922 „Der Amokläufer“, einer Typologie der Leidenschaft, inspiriert von großen Vorbildern wie Balzac und dabei ganz der Erzähltradition der Wiener Schule – allen voran Arthur Schnitzler – folgend, ist die Hauptperson einem dämonischen Zwang unterworfen, der sie aus der hergebrachten Ordnung ihres Lebens reißt. Deutlich wird hier der Einfluss Sigmund Freuds erkennbar.

„Leporella“ erschien zuerst 1929 im Insel-Verlag. Die Magd Crescentia lässt sich aus ihrem Gebirgsdorf als Dienstmädchen in Wien anwerben. Sie wurde unehelich geboren, ist unverheiratet und ist im Laufe der Jahre eine bigotte, verbitterte alte Jungfer geworden. Nachdem der Hausherr ihr einmal einen Klaps auf den Hintern verabreicht hat, ist sie ihm nahezu „hündisch ergeben“. Als die Ehefrau und Herrin des Hauses für zwei Monate in ein Sanatorium abgereist ist, lebt Crescentia (Leporella) förmlich auf …

Die „Schachnovelle“ entstand zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil. Es ist sein letztes und zugleich bekanntestes Werk. Das letzte große Abenteuer, sagt man, ist die Erforschung des menschlichen Bewusstseins – abenteuerlich allein schon durch die verwirrende Tatsache, dass kein anderes Instrument dafür zur Verfügung steht, als eben dieses Bewusstsein selbst. Mit überwältigender Konsequenz und fast schmerzlicher Glaubwürdigkeit nimmt uns Stefan Zweig in seinem erzählerischen Meisterwerk mit auf eine doppelte Reise. Eine äußere von Kontinent zu Kontinent und eine weit radikalere in eine so noch nie gesehene, dramatische Welt: das Labyrinth des menschlichen Geistes.

Infotext:

Vor dem Ersten Weltkrieg und dem anschließenden Zerfall der Habsburger Monarchie kam es in Österreich zu einer bedeutenden Blütezeit in der Philosophie, Malerei, Architektur, Musik und Literatur. Diese Epoche wird auf den Zeitrahmen von ca. 1880 bis 1925 datiert und beinhaltete viele verschiedene Strömungen, wie beispielsweise den Impressionismus, die Dekadenz und die Neuromantik. Abseits von Schnitzler und Hofmannsthal prägten auch Schriftsteller wie Stefan Zweig diese Epoche mit ihren Werken. Diese hier versammelten Werke repräsentieren nur einige wenige der bedeutendsten Texte dieser Zeit, aber sie zeigen sehr genau die ganze Bandbreite und Tiefe der Literatur der österreichischen Moderne.

Coverabbildung unter Verwendung eines Werbeplakats (Ausschnitt) von Roger Broders: Marseille, Porte de l´Afrique, 1925, Kunstdruck. Coverschrift gesetzt aus der Reem Kufi. Die Wortaufnahme der „Schachnovelle“ ist eine Eigenproduktion des Sprechers. Schlussmusik: Claude Debussy: Préludes, Book 2 – II. ‚Feuilles mortes ‚. Pianist: Ivan Ilic. Quelle: Musopen.org.

Der Autor:

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und wählte am 23. Februar 1942 in Brasilien den Freitod. Er kam aus großbürgerlich-jüdischer Familie, studierte in Wien und Berlin Philosophie, Germanistik und Romanistik. 1904 promovierte er zum Dr. phil. Nach der Promotion bereiste er Europa, Amerika, Afrika und Indien. Während des 1. Weltkriegs war er zuerst propagandistisch im Wiener Kriegsarchiv, dann in offiziösen Missionen in der Schweiz tätig. Er engagierte sich zusammen mit Romain Rolland für den Frieden. Nach Kriegsende lebte er bis 1933 mit seiner Frau Friderike in Salzburg. Von ihr löste er sich im Zug einer Übersiedlung nach England, 1941 zog er weiter nach Brasilien, nach Petrópolis im Bundesstaat Rio de Janeiro. Unter Depression leidend, nahm er sich dort gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte das Leben. (Quelle: Gutenberg.de)

 

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