Infotext:
Als Elsie Lindtner, vierzigjährig, ins „gefährliche Alter“ kommt, verlässt sie ihren Mann und zieht sich in ein eigens für sie gebautes Haus auf einer dänischen Ostseeinsel zurück. Ohne männliche Begleitung will sie „die Jahre des Übergangs“ verbringen. Als sie endlich begreift, dass sie in Wahrheit vor der Leidenschaft für einen jüngeren Mann flüchtete, ist es zu spät. Er liebt sie nicht mehr. Und ihr Mann hat sich längst mit einer jüngeren Frau getröstet.
Anhand von Tagebucheinträgen und Briefen gibt Karin Michaëlis schonungslos Einblick in das Seelenleben einer vierzigjährigen Frau, die gegen die starren gesellschaftlichen Konventionen rebelliert und ihr Schicksal selbst bestimmen will. „Das gefährliche Alter“ war einer der Bestseller des Jahres 1910. Der Roman wurde über 1 Million Mal verkauft. Dreimal wurde das Buch verfilmt. Angesichts der vielen aktuellen Bücher zum Thema, beweist die erste Übersetzung ins Deutsche, dass der Roman überhaupt nicht veraltet ist. Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Skandal, liest sich Karin Michaëlis‘ Briefroman über das „gefährliche Alter“ heute wie ein Leitfaden für Frauen in jedem Alter.
Über die Sprecherin:
Sibylle Tuschter ist ausgebildete Diplom-Pädagogin mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Sprecherziehung. Seit 25 Jahren im Weiterbildungssektor tätig, ist sie im vergangenen Jahr dem Ruf ihrer inneren Stimme gefolgt und hat sich zur professionellen Sprecherin weitergebildet. Sie ist Stimme mit Herz und Hirn – für Hörbuch, Imagevideo oder E-Learning, inklusive didaktischem Lektorat. Mit „Das gefährliche Alter“ von Karin Michaëlis gibt sie ihr Debüt als Hörbuchsprecherin bei der hoerbuchedition words and music.
Über die Autorin:
Karin Michaëlis (1872–1950) begann zunächst ein Klavierstudium in Kopenhagen, wo ihr Kompositionslehrer ihr literarisches Talent erkannte und sie zum Schreiben ermunterte. Sie publizierte bald Texte in Zeitschriften. Ihren literarischen Durchbruch erlebte sie 1902 mit gleich zwei Romanen: »Barnet« (Das Kind) und »Lillemor« (Das Schicksal der Ulla Fangel). Ihre Kinderbuchreihe „Bibi“ hatte sie in Europa berühmt gemacht. International bekannt machte sie 1910 der Roman »Das gefährliche Alter«, der in etliche Sprachen übersetzt und dreimal verfilmt wurde (als deutsches Stummfilmdrama von 1927 unter der Regie von Eugen Illés mit Asta Nielsen in der Hauptrolle). Nach der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten in Deutschland nahm Michaëlis Emigranten auf, darunter auch Helene Weigel und Bertolt Brecht. 1940 emigrierte sie selbst nach Amerika, kehrte 1946 nach Dänemark zurück und starb 1950 verarmt und vergessen in Kopenhagen.






